Dienstag, 13.05.2008
Wandern auf Gran Canaria und Teneriffa
Bevor es Anfang April 2008 bei meinem neuen Arbeitgeber in Paderborn losging, wollte ich nach dem wochenlangen trüben Wetter in Deutschland vorher noch einen Urlaub mit reichlich Sonnenschein und ganztägigen Wanderungen genießen. Aus einem Alpenvereinsheft hatte ich noch in Erinnerung, daß es sich auf Gran Canaria ganz gut wandern läßt und dort das ganze Jahr über sozusagen Sommerwetter herrscht. Außerdem wollte ich schon seit langem mal zu den Kanaren reisen und so bin ich vom 10.4. bis 21.4.08 kurzerhand dorthin geflogen. Unterkunft habe ich mir vor Ort gesucht.
Insgesamt 6 Tage war ich auf Gran Canaria unterwegs, gefolgt von einem Kurzbesuch 3 Tage auf Teneriffa. Gekrönt habe ich die Wandertouren auf Gran Canaria zum Schluß mit der Besteigung des 3718m hohen Teide auf Teneriffa. Geblieben sind Erinnerungen an traumhaft schöne Strände und das phantastisches Bergpanorama auf den Wandertouren. Und ein wenig Spanisch habe ich bei der Gelegenheit auch gleich gelernt.
Photos von der Reise sind hier zu sehen.


Mittwoch, 15.08.2007
Half-Dome (Yosemite-Valley) in 9 Stunden
Wow, das muss man gesehen haben: Das Yosemite-Valley - 4 Autostunden östlich von San Francisco. Der El Capitan - 1km senkrecht in die Höhe ragender Granitfels, Eldorado für die Kletterelite (der Speedrekord liegt bei 2:48h!). Der Half-Dome - eine halbe Kuppel aus Granitstein - den man mit einem anstrengenden 9-Stunden-Marsch (Roundtrip) von Curry-Village aus erreichen kann. Der finale Gipfelanstieg (45 Grad Neigung) ist mit Stahlseilen und Brettern in Form einer Leiter gesichert - nichts für schwache Gemüter. Für die Tour sollte man reichlich Getränke mitnehmen. Ich habe ca. 4 Liter verbraucht! Auf dem Weg nach oben kommt man am Nevada-Wasserfall vorbei - und je nachdem, welchen Weg man wählt, auch an dem Vernal-Wasserfall über den Mist-Trail.
Ich bin am Sonntag, den 5.8. mit einem Kollegen ins Yosemite-Valley gefahren, um den Gewaltmarsch zum Half-Dome anzutreten. Samstag ging leider nicht, da musste ich arbeiten. Wir sind früh um 5:50 Uhr vom Hotel in Fremont aus mit dem Auto gestartet, gegen 9:30 Uhr waren wir im Curry Village, Yosemite-Valley. Von dort sind wir 15min später losgelaufen. Wir haben uns dann nach kurzer Zeit getrennt, weil die Tour zum Half-Dome für meinen brasil. Kollegen zu anstrengend gewesen wäre. Kurz vor 15 Uhr nachmittags war ich auf dem Gipfel, und ca. 19 Uhr wieder am Auto im Curry Village. Wir haben dann gegen 19:30 Uhr die Rückfahrt angetreten und waren 23:30 Uhr zurück im Hotel. In Erinnerung bleiben die beeindruckenden Granitfelsen, Sequoia-Trees (Mammut-Bäume) auf dem Weg zum Gipfel, und die frechen Eichhörnchen, die überall rumflitzen. Bären habe ich (leider) keine gesehen (getroffen). War vielleicht auch ganz gut so.
Photos (viel zu viele...) sind hier
Hier 2 Bilder vom Half-Dome. Das erste vor dem finalen Anstieg mit den "Cables" (ziemlich klein) als Steighilfe im linken Bildteil und ein Bild vom Gipfel auf eine überhängende Seite.


Mittwoch, 01.08.2007
Stanford University
Den Sonntag habe ich ruhig angehen lassen. Bis Mittag im Hotel ausgeschlafen und gegen 13 Uhr mit Victor (meinem brasil. Kollegen) zur New Park Shopping Mall in Fremont gefahren. Dort war im Park nebenan um halb 2 PM ein kostenloses Konzert von einer Cover-Band "The Unauthorized Rolling Stones" angesagt, was wir uns anschauen wollten.
Wir haben es uns vor der Bühne auf dem Rasen bequem gemacht und dadurch auch genug von der prallen Sonne abbekommen. Rechts neben uns saß eine richtig "beleibte" Amerikanerin bewegungsunfähig auf Ihrem Campingstuhl, der unter ihrem Gewicht zusammenzubrechen drohte. Tat er dann aber während des gesamten Konzerts doch nicht.
Die erste Stunde mit Cover-Songs hat uns nicht gerade vom Hocker gerissen. Auch das Alter der Bandmitglieder kam dem der echten Stones recht nahe. Der Sänger versuchte sich auch mit typischen "Mick Jagger"-Bewegungen, die aber nicht richtig echt wirkten. Dann wurde die Musik aber langsam immer besser und der Lead-Gitarrist zog richtig vom Leder und lief Gitarre-spielend durch die Zuschauerreihen. Der Mann hat's wirklich drauf gehabt. Auch der Sänger lief dann langsam zur Höchstform auf.
Vor der Bühne tauchte dann plötzlich ein auf Elvis gestylter Typ auf, der die Band photographierte. Gegeelte brettharte dunkle Frisur, Koteletten und Brille kamen dem Original sehr nahe. Jedenfalls schienen die anderen Zuschauer eine Zeit lang mehr an Elvis interessiert, als an der Band, die sich auf der Bühne den Wolf spielte... Nach dem Konzert hab' ich auch noch ein Photo mit ihm zusammen aufgenommen, das ich hier aber aus gutem Grund nicht veröffentliche ;-)
Gegen 16 Uhr war dann alles vorbei und wir haben noch einen Ausflug zur Stanford University in Palo Alto gemacht, da ich noch Photos von dem Campus haben wollte. Bei meinem ersten Besuch dort hatte ich meine Kamera nicht dabei, was mich ziemlich geärgert hatte.
Der Campus ist sehr weitläufig, und dass die Uni vor Geld nur so strotzt ist augenscheinlich. Von Palo Alto kommt man auf der mit Palmen gesäumten "Palm Dr" bis an den "Oval" Park heran. Von da hat man Ausblick auf das Eingangs-Gebäude - den Memorial Court - und den Hoover Tower im Hintergrund. Leider hat der Tower nur bis 4:30 PM geöffnet, so konnte ich keine Photos "über den Dächern" der Uni machen. Weiter gehts über den Main-Court zur Memorial-Church. Das ganze Unigelände ist sehr gediegen und mit Palmen gepflastert. Die Studenten leben hier wirklich wie die "Maden im Speck". OK, bei den hohen Studiengebühren auch kein Wunder.
Nach dem Rundgang auf dem Unicampus haben wir noch einen kurzen Abstecher zum benachbarten Standford Shopping Center gemacht. Dort geht dann der Durchschnitts-Student einkaufen - Rolex, Louis Vuitton...
Alle Photos von der Stanford Uni sind hier.




Montag, 30.07.2007
Monterey Bay Aquarium
Da wir am Abend zuvor noch in Palo Alto bis nach Mitternacht das Nachtleben erkundet haben, sind wir Samstag ensprechend spät erst aus den Federn gekommen (gegen Mittag, um genau zu sein) und ca. halb 2 nachmittags mit dem Auto in Richtung Santa Cruz aufgebrochen. Aber schon in San Jose staute sich der Verkehr auf dem Freeway 17 auf 4 Lanes und es ging nur mit Stop und Go im Schrittempo weiter. Kein Wunder, bei dem herrlichen Wetter fahren natürlich die Famlien nach einem ausgiebigen Mittagessen an den Strand.
Also sind wir kurzerhand bei der nächstbesten Ausfahrt auf Highway 101 ausgewichen, der uns über Gilroy führen sollte. Gilroy ist bekannt für seine zahlreichen Garlic-Restaurants... Nach kurzer Fahrt standen wir dann auf der 101 auch im Stau. Damn it! Und genau in dem Moment spielte im Radio "Highway to hell" von AC/DC. Wir mussten beide loslachen bei dem guten Timing von Musik und Stau. Zufällig entdeckte ich dann auch im "Lonely Planet" den Grund für den unerwarteten Stau. In Gilroy fand an diesem Wochenende das jährliche "Garlic Festival" statt. Knoblauch-Fest, ne klar.
In Gilroy sind wir dann auf die 152, die über Whatsonville (Gedankenblase: "Hey, whats on Will?") nach Monterey führte. Schlussendlich waren wir dann gegen 16:30 in Monterey am Bay Aquarium und wir haben abgesprochen, uns gegen 18:30 wieder vor dem Gebäude zu treffen, denn mein Kumpel wollte essen und war schon in der Austellung gewesen.
Der Eintritt kostet knapp satte 25 Dollar - das ist es aber auf jeden Fall auch wert. Das Bay Aquarium ist beeindruckend. Auf 2 Etagen hat man Riesentanks mit allen denkbaren exotischen Meeresbewohnern: Haie, Tunfische, Rochen, Octopus, Fischotter, Riesen-Schildkröten, Krabben, Seesterne, seltsame pilzartige Seeanemonen, und wunderschöne Quallen, die jede Kunstausstellung in den Schatten stellen. Wow, das Bay Aquarium ist wirklich beeindruckend. Dort sieht man einen Ausschnitt von den wirklichen Schätzen, die im Meer verborgen sind!
Man sollte viel Zeit für einen Besuch einplanen. Ich habe mich mit 2h veranschlagter Zeit total verschätzt - in der Regel braucht man mindestens 3h für einen Rundgang. Besser, man plant einen ganzen Tag ein. Auf der 2. Etage bin ich dann leider auch nur noch schnell durchgelaufen und habe mich geärgert, daß ich nicht mehr Zeit hatte.
Gegen 7 PM haben wir uns dann wieder getroffen und sind dann noch bevor es dunkel wurde, den "17 Mile Drive" an der Küste entlanggefahren, der so sehr im Reiseführer beworben wurde. Ich weiss nicht, ob es daran lag, daß es langsam dunkel wurde, oder weil ich Golf nicht ausstehen kann, jedenfalls konnte ich dem "17 Mile Drive" nicht besonders viel abgewinnen. Die Straße führt zwischen teils sehr schöner Küste und den berühmten Golf-Courses vorbei nach Pebble-Beach und Carmel. Bekanntester Ausblick ist die "Lonely Cypress".
Als wir in Carmel ankamen, war es bereits dunkel. Wir haben deshalb im "Black Bear Diner" noch ein Dinner zu uns genommen und sind dann gemütlich auf dem Highway 101 wieder zurück nach Fremont gefahren.
Photos vom Bay Aquarium sind hier.



Dienstag, 24.07.2007
Silicon Valley, California
Lange habe ich es vor mir hergeschoben, nach 1 Monat in Kalifornien wird es nun aber langsam Zeit, meinen Blogg mal zu updaten. Schließlich haben sich schon eine Menge Eindrücke angesammelt, die aufgeschrieben werden wollen.
Seit dem 16. Juli bin ich hier in Fremont, California, wo ich auf Wunsch meiner Firma (Avocent) 2 Monate vor Ort an einem Software-Projekt mitarbeite. Fremont liegt in der Süd-Ost-Seite der Bay-Area von San Francisco und der "East Bay Business Park", wo unser Headquarter steht, zählt mit zum Silicon-Valley. Flug, Hotel und Mietwagen wird von der Firma übernommen und den Mietwagen kann ich auch nutzen, um am WoE Ausflüge in die Umgebung zu machen. Und hier gibt es eine Menge zu sehen!
Bisher war ich (in loser Reihenfolge) in San Francisco (Downtown, Pier 39, Embarcadero, Chinatown, Golden Gate Bridge), Sausalito, Oakland, Berkeley, San Jose, Santa Cruz, Monterey, Big Basin Redwoods, Half Moon Bay, Mountain View, Palo Alto incl. Stanford University und noch einigen anderen Orten. Wenn ich Zeit und Muse habe, schreibe ich noch ausführlicher zu den einzelnen Stationen und den Eindrücken, die Kalifornien bisher bei mir hinterlassen hat.
Eine Menge Photos haben sich mitterlweile angesammelt, die online sind auf meiner Homepage unter: California
Hier vorab schonmal 2 Photos als Kostprobe: 1. auf der Golden Gate bei San Francisco und 2. an der Pazifikküste auf dem Highway 1 zwischen Half Moon Bay und San Francisco. Im Sommer hat man jeden Tag blauen Himmel wie auf den Photos bei ca. 30 Grad Celcius.


Mittwoch, 09.05.2007
Klettern an den Ruchenköpfen
Gleich nachdem ich aus Sao Paulo zurück in Deutschland war, bin ich einen Tag später, am Sonntag, den 22.4.2007 mit meinem Kletterpartner (Peter) vom Alpenverein an den Ruchenköpfen in der Nähe der Rotwand zum Klettern gegangen.
Das war das erste Mal für mich, an richtigen Fels zu klettern. Bisher habe ich nur in der Halle Bouldern und Toprope-Klettern geübt, was man aber mit Klettern in freier Natur kaum vergleichen kann. Am Anfang haben mir noch die Knie geschlottert, als wir die ersten Seillängen nach oben stiegen (ich natürlich nur im Nachstieg) und auf halber Höhe am Fels gequert werden mußte.
Die Sicherungsprozedur am Fels war für mich auch neu und wir haben vorher den Ablauf durchgesprochen: Vorsteiger: "Stand", Nachsteiger: "Seil ein", "Seil aus", Vorsteiger: "Kommen", Nachsteiger: "Komme". Etwas umfangreicher als beim Toprope-Klettern. Und mich selbst abzuseilen, war auch eine neue Erfahrung im Vergleich zum Toprope in der Halle.
Oben auf dem Gipfel zu stehen, war natürlich Klasse. Aber am Abseilpunkt 60m nach unten zu schauen, brachte meine Höhenangst wieder mal zutage und ich mußte mich stark zusammenreißen, nicht auf allen vieren dorthin zu robben. Deshalb habe ich bewußt in die Tiefe geschaut, bis der Kopf sich halt dran gewöhnt hat. Ich glaube, so kann man Höhenangst mit der Brute-Force-Methode überwinden...
Beim Klettern ist mir leider meine alte Digitalkamera abgestürzt (Systemabsturz ;-) und am Fels zerschellt, da ich vergessen hatte, die Kameratasche zu schließen. War aber nicht weiter schlimm, da eine neue Kamera längst überfällig war, und ich sowieso vorhatte, die alte zu entsorgen. Wir haben danach unten am Bergfuß nochmal gesucht und Peter hatte doch tatsächlich mit seinen Adleraugen die winzige Compact-Flash wiedergefunden, von der ich alle Bilder retten konnte. Die Kamera selbst blieb allerdings unauffindbar.
Photos


Dienstag, 24.04.2007
Sao Paulo zum 2.
Vom 14.4. bis 21.4. bin ich dann nach Sao Paulo geflogen. Der Hin- und Rückflug dauerte jeweils endlos lange 12 Stunden, die ich mir u.a. mit Japanisch-Lernen verkürzt habe.
Das Hotel (Blue Tree Convention) war diesmal richtig komfortabel und lag direkt neben dem Einkaufszentrum Ibirapuera in einer sicheren Gegend. Mein Zimmer war im 16. Stock, wo ich von den Fenstern im Flur gute Aussicht auf die Stadt hatte.
Klettern war ich in Sao Paulo auch, allerdings nur Indoor bei "90Graus Escalada Esportiva", einer kleinen beschaulichen Halle, wo ich mit Bouldern 2 1/2h verbracht habe.
Ausführlicher Bericht
Photos


Freitag, 13.04.2007
Über Ostern auf dem Risserkogel
Am langen Wochenende über Ostern habe ich das schöne Wetter mit blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein genutzt, um am Samstag, den 7.4.2007 eine Bergtour, die ich beim Alpenverein verpasst habe, nachzuholen. Und zwar auf den Risserkogel (1826m) bei Kreuth am Tegernsee.
Die Tour sah auf der Karte nach 5h für Auf- und Abstieg aus und auf 1800m sollte nicht mehr viel Schnee liegen zu der Zeit. Zur Sicherheit habe ich Gamaschen und Grödel aber mitgenommen. Die Wanderung wurde dann doch etwas länger - insgesamt 10h war ich dann unterwegs, nachdem ich über Blankenstein, Rottachalm und Wallberg eine große Runde gedreht habe.
Ausführlicher Bericht (Photos hier)


Donnerstag, 01.02.2007
Reisenotizen 2006 - Zelten und Trampen in Japan
Hat lange gedauert, aber nun ist er doch noch fertiggeworden: mein Reisebericht von 3 Wochen in Japan letztes Jahr 2006.
Das 4. Mal war ich nun schon in Japan. Per Anhalter oder mit dem Zug bin ich nach Narita, Tokyo, Yokohama, Chichibu, Hakone-Yumoto, Halbinsel Izu (Umrundung), Nagoya bis nach Himeji und zurück nach Tokyo gekommen.
Dabei habe ich auch das erste Mal in Japan gezeltet. Viele nette Japaner habe ich auf der Reise kennengelernt und eine Menge in der Zeit erlebt.
Das alles habe ich mit reichlich Bildmaterial für alle, die es interessiert, festgehalten. Hier sind die Links:




Dienstag, 30.01.2007
4 Tage Schnee

